Omnifocus, Todoist, Remember the Milk – Die Qual der Wahl der richtigen Todoliste

Todoist auf dem iPad mini
Andreas Lorenz beschreibt in seinem Beitrag „How to get the best out of Omnifocus – for PC Users“ wie er als iOS-User, der dienstlich einen PC benutzt das Beste aus Omnifocus heraus holt und es auch ganz ohne eine fehlende Webapp oder einen Mac-Client nutzt.

Ich bin auch bis heute noch stark begeistert von Omnifocus. Mitte letzten Jahres habe ich nach 8 Jahren als pro-Member Remember the Milk den Rücken gekehrt und bin zu Omnifocus gewechselt. Beim Setup meines Systems habe ich mich ganz stark von Sven Fechner und seinen sehr ausführlichen Artikeln zu Omnifocus inspirieren lassen. Ich konnte mich jedoch mit der iOS-only-Lösung auf Arbeit nie so richtig anfreunden, auch wenn Die Apps für Mac, iOS und Apple Watch am schönsten und durchdachtetsten sind. Nur E-Mails weiterleiten oder Siri um Tasks anzulegen hat mich zu sehr eingeschränkt und ich hatte zu oft das Gefühl, nicht alles im Griff zu haben.

Nach drei Monaten Omnifocus bin ich dann zu Todoist gewechselt und hier bisher am glücklichsten, auch wenn mir hier ein paar Dinge fehlen und wieder andere etwas umständlich sind. Im Design der Apps, sowohl auf iOS, als auch im Web haben alle Elemente ziemlich viel Whitespace. Ich würde mir wünschen, mehr Content sehen zu können und alles etwas kompakter zu haben. Auch das Templating-System ist etwas umständlich und arbeitet mit wenig intuitiven CSV-Files. Die App für die Apple Watch hat leider (noch) keine Compliation und ist manchmal etwas lahm. Außerdem wäre es schön, Start-Dates für Tasks vergeben zu können.

Mit der Veröffentlichung der neuen Remember the Milk-App ging dann jetzt auch die neue Webapp online, die ich im letzten Jahr in der closed Beta intensiv im Einsatz hatte. Auch hier fehlen mir aber noch ein paar Dinge, die mich wieder zu einem Wechsel bewegen könnten. Eine App für die Apple Watch fehlt bisher und eine Möglichkeit verschachtelte Projekte anzulegen fehlt mir auch. Das Handling von Subtasks ist etwas hakelig, das macht Todoist besser. Dafür bietet RTM eine extrem mächtige Query Language um Filter zu erstellen und die Möglichkeit, auch ganze Tasklisten per E-Mail zu importieren.

Ich werde jetzt erst ein mal bei Todoist bleiben und die anderen Entwicklungen beobachten. Ein trusted System, dem man nicht traut, weil man das Gefühl hat, es nicht so nutzen zu können, wie man möchte, oder Angst hat, es nicht komplett zu durchschauen, macht eben einfach keinen Sinn.

2 thoughts on “Omnifocus, Todoist, Remember the Milk – Die Qual der Wahl der richtigen Todoliste

  1. Hallo Christian,

    ich habe für mich Wunderlist entdeckt und bin dank der prima Synchronisation und einfachen Safari/Kalender/Erinnerungen Integration damit voll zufrieden. vor habe ich mit things gearbeitet aber kam damit nie wirklich produktiv voran. Einfach kann manchmal auch günstig sein, in diesem Fall sogar kostenfrei.

    Viele grüße
    Daniel

    1. Von den Fortschritten bei Wunderlist war ich auch beeindruckt. Hier fehlt mir aber die Möglichkeit, Due-Dates für Subtasks zu vergeben. Ich bin eher mehrdimensional strukturiert 😉

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