Amerikanische Firmen haben Angst vor dem dualen Ausbildungssystem

US-Präsident Barack Obama ist Fan des dualen Ausbildungssystems, wie wir es in Deutschland haben.

Er sieht es als Chance, die hohe Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen doch der Import in die USA will nicht so recht gelingen. Firmen, die sich an der Initiative beteiligen, sind zumeist deutsche Firmen oder Töchter von diesen.

Das Wall Street Journal hat hierzu einen interessanten Bericht.

Warum soll ich in einen Mitarbeiter investieren, wenn der hinterher woanders hingeht.
Das deutsche System ist relativ einzigartig auf der Welt. Ich habe schon mit Menschen aus Israel, Frankreich und Spanien darüber gesprochen und alle hatten den Eindruck, dass die Kombination aus sowohl fachlicher, als auch praktischer Ausbildung sehr viel Sinn ergibt. Außerhalb Deutschlands findet Ausbildung meist rein schulisch statt, und die Praxisphase erfolgt danach im Job oder Praktika.

Gewerkschaftliche Gegenöffentlichkeit in Zeiten betrieblicher Vereinzelung

Der Wandel der Arbeitswelt stellt Gewerkschaften seit einigen Jahren vor größere Probleme. Betriebe werden immer kleinteiliger organisiert, Techniker_innen beginnen und beenden ihre Arbeitstage zu Hause und auch das Homeoffice erfreut sich größter Beliebtheit.

Das Zusammenkommen im Betrieb, das gemeinsame Austauschen über die Arbeit, über Bedürfnisse und die Schaffung einer gemeinsamen Belegschaftsidentität werden zunehmend schwieriger. Seit einiger Zeit nun nutzen Belegschaften, gewerkschaftlich Aktive und Betriebsräte daher Blogs und soziale Netzwerke für die Information, Schaffung von Transparenz und die Diskussion um eben diese Lücken zu schließen.

In der ver.di-Publik 5-2014 erschien der Artikel „Im Blog wird’s diskutiert„, welcher über erfolgreiche Beispiele von moderner basisdemokratischer Gegenöffentlichkeit aus der Dinestleistungsbranche berichtet und „Die Arbeitnehmer-Blogosphäre“ beleuchtet das ganze Geschehen aus österreichischer Sicht und bietet noch viele weitere Informationen und Verweise.

Ich finde, dies ist ein sehr spannendes Feld. Die Gewerkschaften haben hier noch viel Potential nach oben und für die basisdemokratische Vernetzung ist es unumgänglich, die Menschen dort abzuholen, wo sie sich treffen. Im Internet.

Der Schreibtisch wird zum Fließband

Der Generator auf Bayern 2 spricht in der Sendung „Crowdwork: Vom Entstehen der digitalen Arbeiterklasse“ über den Wandel der Arbeitswelt und der Umdeutung der Rollen in dieser.

Durch die Grenzenlose Verfügbarkeit von Arbeitskraft über das Internet werden Arbeitgeber zu Usern, die sich im Internet von Clickworkern Ergebnisse liefern lassen. Die Arbeitnehmer_innen hingegen erledigen simpelste Aufgaben, wie z.B. Adressrecherche und werden im Accord bezahlt. Heraus kommen extrem prkäre Arbeitsverheltnisse. Wenn das Ergebnis nicht gefällt, gibt’s auch keine Bezahlung.

Ein wirklich spannendes Radiofeature.