„Eine gute Website bleibt ein Muss“

Anette Schwindt schreibt auf couragiert darüber, dass eine Webseite, gerade für NGOs ein Muss ist und soziale Netzwerke lediglich zusätzlich dazu eingesetzt werden sollten.

Sie nennt verschiedene Gründe. Auf der einen Seite hast Du bei der eigenen Website Kontrolle über Aussehen und Inhalt, zum anderen sorgt der regelmäßig neue Content dafür, dass Nutzer_innen einen Mehrwert in der Seite sehen. Auf der anderen Seite bist Du nicht von Downtimes, Inhaltefiltern und Restriktionen der sozialen Netzwerke abhängig und verlierst den Content nicht, wenn eines schließt oder Du die Präsenz dort einstellst.

Als erstes sollte die Seite stehen, anschließend solltest Du zielgruppenspezifisch schauen, welche Netzwerke Du mit welchen Inhalten deiner Seite bespielst.

Ich stimme ihr da vollumfänglich zu.

HumHub: Das Open-Source Social-Intranet zum Selberhosten

HumHub beschreibt sich selbst als „flexible Open Source Social Network Kit“ und soll die Möglichkeit bieten, ein selbstgehostetes, soziales Intranet aufzusetzen.

humhub

Es bietet die obligatorischen Status-Updates, die Möglichkeit, Dateien hochzuladen und Gruppen anzulegen. Des Weiteren ist es durch verschiedene Module erweiterbar.

Auf der Seite des Projektes gibt es die Möglichkeit, eine limitierte Test-Installation aufzusetzen. Ich habe es bisher nicht großartig getestet. Beim ersten Durchstöbern, wusste es jedoch zu gefallen. Von der Anmutung her erinnert es ein wenig an Facebook.

HumHub ist es definitiv Wert, es im Auge zu behalten. Vielleicht findet ist es ja eine Option, bei der nächsten Gelegenheit statt Wikis oder Foren, einfach mal eine HumHub-Installation einzusetzen.

Anzahl gescheiterter Bewerbungen aufgrund von schlechten Online-Profilen steigt

Dass Arbeitgeber_innen Potentielle Beschäftigte im Internet recherchieren und es im Bewerbungsprozess unvorteilhaft ist, wenn man auf Profilseiten in den sozialen Netzwerken mit Alkohol, Drogen oder Ähnlichem in Verbindung zu bringen ist, sollte mittlerweile hinlänglich bekannt sein. Trotzdem steigen laut einer aktuellen Umfrage unter Arbeitgebern die gescheiterten Bewerbungen, gerade wegen schlechten Online-Profilen, kontinuierlich.

Mit verantwortlich hierfür sind auch folgende, weniger bekannte, Ablehnungsgründe:

  • Die Bewerber_innen äußern sich abschätzig über ehemalige Arbeitgeber und/oder Kolleg_innen
  • Sie halten sich nicht an grammatikalische Regeln
  • Der Username ist unprofessionell

Wenn die Bewerbung auf fruchtbaren Boden stoßen soll, ist eine kontinuierliche Pflege der Profilseiten von hoher Bedeutung. Die Karrierebibel hat 15 Tipps für Bewerber_innen zusammen gefasst, die in der Online-Visitenkarte beherzigt werden sollten.

Welche Erfahrungen hast Du gemacht?

Gewerkschaftliche Gegenöffentlichkeit in Zeiten betrieblicher Vereinzelung

Der Wandel der Arbeitswelt stellt Gewerkschaften seit einigen Jahren vor größere Probleme. Betriebe werden immer kleinteiliger organisiert, Techniker_innen beginnen und beenden ihre Arbeitstage zu Hause und auch das Homeoffice erfreut sich größter Beliebtheit.

Das Zusammenkommen im Betrieb, das gemeinsame Austauschen über die Arbeit, über Bedürfnisse und die Schaffung einer gemeinsamen Belegschaftsidentität werden zunehmend schwieriger. Seit einiger Zeit nun nutzen Belegschaften, gewerkschaftlich Aktive und Betriebsräte daher Blogs und soziale Netzwerke für die Information, Schaffung von Transparenz und die Diskussion um eben diese Lücken zu schließen.

In der ver.di-Publik 5-2014 erschien der Artikel „Im Blog wird’s diskutiert„, welcher über erfolgreiche Beispiele von moderner basisdemokratischer Gegenöffentlichkeit aus der Dinestleistungsbranche berichtet und „Die Arbeitnehmer-Blogosphäre“ beleuchtet das ganze Geschehen aus österreichischer Sicht und bietet noch viele weitere Informationen und Verweise.

Ich finde, dies ist ein sehr spannendes Feld. Die Gewerkschaften haben hier noch viel Potential nach oben und für die basisdemokratische Vernetzung ist es unumgänglich, die Menschen dort abzuholen, wo sie sich treffen. Im Internet.